Dienstag, 25. März 2008

Wenn ich manchmal tief in der Nacht auf einem einsamen stillen U-Bahnhof stehe, in den dunklen Tunnel blicke und ein leichter kalter Wind mich anhaucht, gruselt es mir ein klein wenig. Schon der Gedanke einsam in diesen engen dunklen Steingebilden zu wandeln behagt mir nicht. Hier und da mal ein Licht. Unheimliche Geräusche. Die Fantasie spielt da verrückt. Nein das ist nix für mich. Oder doch?
Am Wochenende zwischen Karfreitag und Ostersonntag war ich Shoppen. Und ich weiß nicht wo und wann. Aber als ich zu Hause war, hatte ich Hellgate: London (HG:L) auf dem Rechner. Ich weiß nur, dass ich weniger als 20€ bei dem Verkäufer hinterließ. Ein Preis, der mehr als angemessen für dieses Spiel ist.
Ein viel besseres Diablo sollte es werden. Die Erwartungen wurden mit jeder News gesteigert bis zum Unerträglichen. Dann aber diese Demo. Mit dem Anspielen war alles weggeblasen und nur noch Enttäuschung blieb. Aber warum? Das erste Level war mir Öde. Die Interaktion mit den NPCs unmotiviert. Das zu einfache Bekämpfen der Monster unter meiner Würde. Es war mir alles zu simpel und billig. Nach der ersten "Besorge X von Y"-Quest habe ich das Antesten auch gelangweilt abgebrochen. ...
Freitag, 29. Februar 2008
Als ich dem Verkäufer bei Ebay eine Nachricht schreiben will, gibt es ihn gar nicht mehr. Dieses Spiel werde ich nie bekommen. Das weiß ich heute. Denn der letzte Versuch den Verkäufer zum Abschicken zu bewegen liegt schon Monate hinter mir.
Und es war nicht der letzte. Jetzt steht seit über zwei Wochen schon meine "Schlacht Um Mittelerde" aus. Nix mit Orks kloppen.
Betrug, Schlamperei bei der Post oder einfach nur Unglücksfälle mit den Päckchen sind ärgerlich. Was solls. Aber eine Sache nagt mir sehr an der Seele: Warum können Verkäufer die Artikel nicht ordentlich, vollständig und wahrheitsgetreu beschreiben? Deshalb habe ich hier mal ein Paar Tips gesammelt, wie ihr Verkäufer fairer gegenüber uns armen Nerds sein könnt. Prägt sie euch gut ein und checkt die Punkte, wenn ihr wieder mal ein Spiel bei Ebay oder sonst wo reinsetzt. Ich sag euch was ich nicht mag und was ihr freundlicherweise für mich tun könnt. ...
Freitag, 7. Dezember 2007
Als es dunkel wurde, dachten sich die Lämmer: Och wir können doch noch ein bißchen da draußen auf dem Felde spielen! Statt sich mit Vorfreude auf einen süßen Traum im warmen Stall an die Mama zu kuscheln, schlichen sich die kleinen niedlichen Lämmchen in diese unendliche Dunkelheit. Erst sahen sie ein leuchtendes Augenpaar. Dann blitzten von den anderen Seiten still und fast unbemerkt weitere Augen auf. Und all diese bedrohlichen Augen näherten sich, und näherten sich und näherten sich. Die Lämmer hatten es schon längst gewittert. Aber es war zu spät. Sie waren umzingelt von lechzenden Schnauzen und scharfen Zähnen. Das Gewhine und Geblöcke war nutzlos, und ihre letzten Laute bevor das Unvermeidliche ihren Lauf nahm: Das erbarmungslose Zerfleischen. Dieses Jagen und Zerstückeln. Gar die Kräftigen und Schnellen unter ihnen hatten keine Chance. Am Ende blieben nur Fetzen - und - der Geruch von frischem Blut. Und wenn sich wieder Stille über das Land legt, zieht das Rudel weiter. Auf der Suche nach neuen Opfern... ...
Dienstag, 20. November 2007
Bin geradewegs mit offenen Augen in eine Krise geschlittert. Quake Wars ist ein schönes, ein exzellentes und wunderbares Spiel. Quake Wars ist ein schlechtes Mist-Spiel. Eine Gurke. Das denke ich bei diesem Spiel oft in letzter Zeit. Ich liebe dieses aufgaben-bezogene Spielprinzip. Schön ein Ziel nach dem anderen erledigen. Da eine Mine, hier ein Versorgungsdepot, da die Artillerie regnen lassen. Generator reparieren, Tresortür sprengen, Daten zum Terminal liefern. Dann sich mit einem wohligen Siegerlächeln zurücklehnen. "Ich habe mehr Frags als du! Ätsch!", wird auch keiner mehr sagen können. Es ist so ein wohliges Gefühl, dass es nicht mehr auf Frags ankommt, sondern darauf wie schlau man im Team seine eigenen Klassenfähigkeiten einsetzt und je nach Situation auch intelligent seine Klasse wechselt. Das Spiel sprudelt vor taktischen Herausforderungen. Kopf, statt Abzugsfinger. ...
Mittwoch, 19. September 2007

Jap. Das Drop-in in ein laufendes Online-Multiplayer-Spiel ist das beste Feature. World in Conflict bereichert Echtzeitstrategiespiele um etwas, was bisher nur in First-Person-Shooter wie Battlefield möglich war. Es mutet seltsam an, aber es funktioniert. Server über Massgate suchen, Server betreten, Klasse wählen, Drop-Zone setzen, Einheiten zusammenstellen und Anfordern und nach deren Eintreffen gehts dann los. Da das Spiel fast zu jeder Zeit eine Wendung erfahren kann, hat man sehr selten das Gefühl, in ein schon verlorenes Spiel einzusteigen. Eben sehr ähnlich zu Shootern.
Natürlich sollte man sich vor dem eigentlichen Beginn einen Überblick darüber verschaffen, welche Klasse gerade am nützlichsten für das Team ist. Es macht keinen Sinn wenn alle Luftwaffe spielen, oder alle Panzer fahren wollen. Am besten wäre es natürlich, wenn man sich mit den anderen Mitspielern absprechen könnte. Das ist auf Public-Servern genau der Knackpunkt. Hierzu müsste man mit den anderen Spielern in direkter Kommunikation über das integrierte VOIP oder ähnlichem stehen. Mit dem russischen Mitspieler letztens konnten wir uns aber überhaupt nicht verständigen. Auch mit den englischsprechenden Kollegen war das eher mäßig. Und wie findet man nun Spieler, die auch wie ich eher lieber Deutsch sprechen? Schwer. Eher zufällig. Außer man organisiert seine Freunde bzw. Clan-Kollegen. ...
Sonntag, 16. September 2007
Die Demo-Server sind so erschreckend leer. Ich bin froh wenn ich mal einen mit ausreichend Spielern finde.
Es stellt sich immer mehr heraus, dass ohne Teamwork nicht viel geht. Sich einfach alleine Durchballern bringt nichts. Das bedeutet aber nicht, dass es für Einzelspieler auf den Online-Servern zu spielen sinnlos ist. Nur... Hier ist der Gehrinschmalz jedes Einzelnen gefragt. Die Nutzung des wirklich sehr üppig ausgestatteten Kommunikationssystem à la Battlefield ist hier fast zwingend. Leider tut das kaum einer, und noch Wenige reagieren auf Anfragen oder Hinweise. Hinzukommt dass man tatsächlich mal die "Bedienungsanleitung" lesen muss, um zu verstehen wie gewisse Dinge funktionieren. Also Leute: RTFM! ...
Mittwoch, 12. September 2007

Der Announcer geht einem auf die Nerven. Jedenfalls in der Kampagne. "MCP disabled", "Repair MCP", "MCP repaired", "MCP disabled", "Repair MCP", ... Arrgh! Es zeigte sich auch, dass Quake Wars ein hektisches Spiel ist. Die Kämpfe mit den Gegnern sind schneller als in Battlefield. Gefallen hat mir aber die Dynamik der Aufgaben im Spiel. Ziel für Ziel hangelt man sich als Angreifer durch. Es wird einem immer auch gemeldet, was zu tun ist und wo es zu tun ist. Das Spiel erfordert unglaubliches Teamwork für den Sieg. Ein absolut großer Pluspunkt für Quake Wars. Zwar können einem Einsame-Wölfe gehörig dazwischen funken, aber diese überleben nicht lange. Nur wenn zur rechten Zeit die richtigen Klassen mit der passen Bewaffnung vor Ort sind, und gut supporten, wird es was mit dem Sieg. Sonst artet es nur in einem Gezerge aus oder die andere Seite gewinnt schnell die Oberhand, weil sie besser organisiert ist. Was mich etwas enttäuscht hat: Leider gibt es keine Squads (oder ich habe diese Möglichkeit nicht entdeckt). Das ist bei Battlefield eines der schönsten Feature, weil so auch Randoms zur Zusammenarbeit motiviert werden können. ...
Sonntag, 9. September 2007
Ich werde mich wohl von meinem Lebensabschnitts-Spiel trennen. Die Trennung ist fast vollzogen und seit Tagen überlege ich, ob ich je wieder ein Spiel finden werde, dass ich gerne regelmäßig spielen möchte.
Wenn einem das Lieblingsspiel auf die Nerven geht, sucht man sich eben was neues (bitte jetzt keine unpassenden Analogien aus RL!). Battlefield 2142 hat mich wieder mal super geärgert. Nicht nur dass ich mir sicher bin, dass es trotz Punkbuster Möglichkeiten gibt, sich Vorteile zu verschaffen. Zum Beispiel kann ich mir solche KDRs von 40 Kills zu 7 Deaths nicht erklären. Hinzu kommt, dass es mich immer mehr ärgert, mit einer MP gegen ein Messer (!) oft keine Chance zu haben. Nur weil irgendwelche Leute genug Zeit haben mega-viel zu üben, um dieses völlige Ungleichgewicht ausnutzen zu können.
Egal. Jedenfalls habe ich es geschafft ohne ein Augenzucken mehrere Tage, kein BF2142 zu spielen. Noch halte ich durch.
Ihr merkt schon: Es geht um etwas lebenswichtiges im Leben eines Gamers. ...
Montag, 13. August 2007

Battle Isle, Panzer General. Wem gerade das Herz höher geschlagen hat, kann sich wieder freuen. Nein, diese Serien werden nicht wiederbelebt. Tot, bleibt tot. Aber wer weiß.... Nein, da gibt es ein Unternehmen in diesem Lande, das für Fans der Hexfelder neue Nahrung anbaut. Unter dem Titel 'Battle Worlds: Kronos' entwickelt eine Bude namens 'King Art' ein rundenbasiertes Strategiespiel das auf Hexfelder beruht.
Sich gemütlich zurücklehnen und ein Strategiespiel am Computer spielen. Heutzutage fast unmöglich. Die Welt der Strategiespiele wird beherrscht durch die hektischen Echtzeitstrategiespiele. Da werden in Eile Fabriken und Upgrades gebaut und Einheiten in Massen produziert bis die Maushand schmerzt. Wehe man klickt nicht in der "richtigen" Reihenfolge... Echtzeitstrategie hat auch seinen Reiz. Mit 'Battle Worlds' kommt da wieder etwas zur Beruhigung.
Auf sowas wartet die ganze Welt schon lange. ...
Mittwoch, 20. Juni 2007
"Ich hatte alleine in meinem Zimmer über dem zwanzigseitigen Würfel gesessen, während die anderen Kinder sich draußen herumtrieben und Vertecken spielten. Oder sogar - Gott bewahre - richtigen Baseball!". Also ein Kellerkind. Ein prähistorischer Nerd.
Wow. Ich habe fertig. Das Buch.
Und endlich habe ich bessere Munition, um mein geliebtes Hobby gegen die Scharen von Kulturpessimisten zu verteidigen. Von wegen Computerspiele schulen "nur" die Auge-Hand-Koordination, sonst nix!
Der Autor und Optimist Steven Johnson hat schon so einige Bücher zum Thema Medien geschrieben und sich so eine gewisse Kompetenz erarbeitet. In seinem Buch "Neue Intelligenz - Warum wir durch Computerspiele und TV klüger werden" erklärt er in einer populärwissenschaftlichen Art, warum Computer und TV-Serien nicht so böse sind wie viele behaupten. Der deutsche Titel klingt etwas brav. Denn im englischen heißt das Buch nämlich: "Everything Bad is Good for You". So, so. ...
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