
"
Die Schwachen müssen von den Starken beherrscht werden"
Der Oberkommandierende
"
Du bist der Boss, Boss."
Ein Ork
In martialischen Rüstungen, mit martialischen Waffen auf zum Tode geweihten Schauplätzen wird ohne Furcht bis aufs Blut gekämpft. Orks jagen, Eldar vernichten, Tyraniden flambieren. Und über alles wacht der große Imperator. Totalitarismus total und Krieg als Lebensinhalt.
Das ganze ist an eine Ideologie angelehnt, die mir nicht ganz schmeckt. Aber so ist das nun mal im
Warhammer 40.000 Universum. Hier opfert man sich gerne für Volk und Imperator. Denn alle anderen sind böse und möchten
uns Space Marines ohne Gnade komplett auslöschen.
Abgesehen davon bin ich total entzückt! Anders kann ich das nicht beschreiben.
Warhammer 40.000: Dawn of War 2 fesselt mich immer mehr. In der Beta hatte mich der Multiplayer völlig in den Bann gezogen. Kein Basisbau, interessante Einheiten, hübsche Maps, unterschiedlich zu spielende Fraktionen und Siegespunkteroberung. Das waren die Dinge, die mir viel Spaß bereiteten. Über die Einzelspielerkampagne las ich fast nur Gerüchte. Davon äußerten sich die meisten nicht sehr positiv. Also ging ich die Gefahr ein, dass mir nur der Multiplayer Spaß machen würde.
Dann kam aber endlich mein Exemplar an... ...und ich war wie weggeblasen! Ok, storytechnisch nicht gerade hitverdächtig, die Characktere einigermaßen ok und es gibt fast keine gerenderten Storysequenzen (eher Briefings als Stories). Aber es hatte fünf Ingredenzien für die Sucht:
1. Quests (Missionen)
2. Sammeln von Ausrüstung und Erfahrungspunkten
3. Leveln von Protagonisten
4. Talentbäume
5. Bosskämpfe
Ich werde den Namen des bösen bösen Spiels nicht aussprechen, dass mich zum ersten mal durch diese Inhalte lang an den PC fesselte! Aber das ganze auch noch in einem Strategiespiel! Ok, Glück gehabt, es gibt keine anderen Mitspieler, mit denen ich um die Wette spielen muss. Ihr wisst schon, was ich meine. Solche Sachen wie: Wer hat den größeren Hammer und so...
Natürlich ist das alles nichts neues. Schon
SpellForce und gar mein geliebtes
WorldShift hatten ähnliche Ansätze. Nur die Umsetzung ist in DoW2 besonders gut gelungen. Leider verschenkt Relic hier viel Potential. Hätten sie sich mit der Story etwas mehr Mühe gegeben, das ganze mit echten erzählenden Zwischensequenzen ausgestattet und die Bosskämpfe interessanter und abwechslungsreicher gestaltet: Epic! Vielleicht nimmt man sich das mal für das erste Addon vor. Dann wird es mit Sicherheit eine Spielelegende.
Am Multiplayer ist eigentlich nur auszusetzen, dass es noch einige unappetitliche Bugs gibt, Stichwort Pop-Cap-Bug, und am Balancing noch etwas gefeilt werden muss. Zu dem nervt es, das man für den Multiplayer sowohl bei Steam als auch bei Games for Windows Live angeneldet sein muss. Marginal ist das Problem, dass der TrueSkill-Mechanismus von GfWL totaler Mist ist. Das matcht oft Beginner mit Pros. Was sehr frustierend sein kann.
Und noch eine Frage an den Publisher: Warum in aller Welt nennt ihr das Spiel
Dawn of War 2? Es hat außer dem W40k-Universum nicht viel gemeinsam. Jeder, der einen "echten" Zweiten Teil zu dem guten alten
Dawn of War erwartet kann enttäuscht sein. Denn es spielt sich ganz anders als der erste Teil. Aber für mich genau richtig. Ich liebe es! •
Kommentare
Mi, 09.06.2010 15:41
Da nur eine elitäre Auswahl an Leuten deine Blogs liest und [...]
Mi, 09.06.2010 09:37
[quote="MrGracy"]Ich seh das mal so: wenn ich mit dem [...]
Mi, 09.06.2010 08:52
Hm, bei meinem Amazon ist der Preis noch immer unter [...]
Di, 08.06.2010 18:07
@MrGracy: gern geschehen
Mo, 07.06.2010 23:26
Hehe. Dein Bild spricht mir aus der Seele. (Also wenn man [...]