Da kommt ein mehr oder weniger bekannter Star und verklagt einen Publisher wegen dem Namen eines Computerspiels. Er wolle nicht mit einem gewaltätigen Spiel in Verbindung gebracht werden. Gewaltätig? Wenn schon ein Richter feststellt, die größte Brutalität in dem Spiel sei ein Kopf in einer Kloschüssel, möchte ich mal bezweifeln, dass der Kläger je persönlich dieses Spiel gespielt hat. Das Spiel, um das es geht, ist nicht unbedingt eins, das ich in Schutz nehmen wollen würde. Nicht wegen irgendwelcher Gewalt, sondern weil mich das Ding überhaupt nicht interessiert. Doch dieses Verhalten von dem besagten Star, dessen Namen ich nicht nennen werde, ist doch faul. Warum ich keine Namen nenne? Weil er dann genau das erreicht hätte, was er erreichen wollte. Stars machen mit den Medien auch nur Marketing. Hauptsache man wird in der Öffentlichkeit "besprochen". Und wenn man dann auch noch sich gegenüber einem "gewalttätigen" Spiel "distanziert", ist das sogar fast schon "Heroismus". Die kühne Absage des "Guten" an das pure Böse sozusagen. Was soll das? Vielleicht ist das auch ein abgekartetes Spiel und der Publisher treibt sein Marketing für sein Spiel voran? Dann fände ich sogar noch schlimmer. Fast schon verachtenswert. Aber das ist reine Spekulation. Und wurde nur als mahnende Möglichkeit erwähnt.
Solch einen Mißbrauch kann ich einfach nicht ausstehen. Denn mit solchen Beiträgen werden Computerspiele weiter stigmatisiert. Nicht gerade ein förderlicher Beitrag in Deutschland. •